Fachforum: Fairtrade Town

Sprecher: Björn Schmidt-Freistühler - E-Mail: bj-schmidt@t-online.de


Recklinghausen ist eine Fairtrade-Stadt - Zeichen setzen für eine gerechte Welt

Mit dem Fairen Handel (englisch Fair Trade) soll den Produzenten von entsprechend gekennzeichneten Waren ein gerechteres und verlässlicheres Einkommen als im herkömmlichen Handel ermöglicht werden. Wichtig ist, dass bei der Produktion internationale Umwelt- und Sozialstandards eingehalten und kontrolliert werden.

Diese clevere Idee weiter verstärken will die internationale Kampagne "Fairtrade-Towns“. Städte wie Rom, Brüssel, London, Nürnberg, Saarbrücken und Münster sind mit dabei. Knapp 630 Fair Trade-Towns gibt es aktuell deutschlandweit. Im Kreisgebiet tragen bereits Waltrop und Castrop-Rauxel den Titel, andere sind in der Vorbereitung. Seit dem 13. September 2012 ist auch Recklinghausen eine Fairtrade-Stadt. Mit der Unterzeichnung der Magna Charta Ruhr 2010 hatte die Stadt Recklinghausen bereits ein starkes Signal gegen ausbeuterische Kinderarbeit gesetzt. Rat und Haupt- und Finanzausschuss haben im Sommer 2011 der Initiative einer Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger, Einrichtungen und Organisationen zugestimmt und damit die Weichen in Richtung Fairtrade-Stadt Recklinghausen gestellt. 

 

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Diese Kriterien waren zu erfüllen:

  1. Es liegt ein Beschluss der Kommune vor, dass bei allen Sitzungen der Ausschüsse und des Rates Fair Trade‐Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus Fairem Handel verwendet wird. Es wird die Entscheidung getroffen, den Titel "Fairtrade Stadt“ anzustreben.
  2. Es wird eine lokale Steuerungsgruppe gebildet, die auf dem Weg zur "Fairtrade‐Stadt“ die Aktivitäten vor Ort koordiniert.
  3. In mindestens 22 Recklinghäuser Einzelhandelsgeschäften werden gesiegelte Produkte aus Fairem Handel angeboten und in mindestens 11 Cafés und Restaurants werden Fair Trade‐Produkte ausgeschenkt - jeweils mindestens zwei.
  4. In öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen werden Fair Trade‐Produkte verwendet und es werden dort Bildungsaktivitäten zum Thema "Fairer Handel“ durchgeführt.
  5. Die örtlichen Medien berichten über alle Aktivitäten auf dem Weg zur "Fairtrade‐Stadt“.